Leiten und Navigieren durch virtuelle Bildungsräume


Für das Leiten und Navigieren durch virtuelle Bildungsräume sind Navigationshilfen wie Navigationssysteme oder Navigationsdienste unumgänglich.
Nach Grunau (2004) und Krug (2002) müssen diese dem Lernenden Antworten auf folgende Fragen geben:
  • Wo bin ich, wo halte ich mich gerade auf?
  • Wo war ich?
  • Welchen Weg bin ich gekommen?
  • Wo kann ich hingehen?
  • Was finde ich wo?

Ferstl, Hahn, Schmitz & Ullrich (2000) weisen darauf hin, dass Navigationshilfen die Lernenden bei der Auswahl der Lerninhalte
unterstützen. Die Navigation erfolgt somit von Wissenseinheit zu Wissenseinheit bzw. von Seite zu Seite. Weiterführende Links und zusätzliche Informationen sind dabei hilfreich.

"Kognitive Landkarten unterstützen und vereinfachen die Navigation beim E-Learning. Dazu werden Auswahlmöglichkeiten angeboten, die zwischen hierarchischen oder ganzheitlichen sowie verknüpften Navigationsmöglichkeiten unterscheiden. Der Lerner kann zwischen vorgegebenen Pfaden und frei wählbaren Wegen aussuchen, kann aber auch stöbernd vorgehen (vgl. K. Schmidt 2004). Wichtig ist die Modellierung der Zusammenhänge, denn durch sie können Lernende 'unterschiedliche Sichten auf Informationsobjekte gewinnen und unterschiedliche Zugangswege zu Themen einschlagen.' (K. Schmidt 2004, S. 114) Ebenfalls von Bedeutung ist es, dem Lerner unterschiedliche Räume als Orte zu präsentieren, in denen jeweils spezifisch gehandelt werden kann (vgl. Stuber 2000)." [Gruber 2009a, 148]

"Elisabeth Grunau (2004) schreibt Lernprogrammen eine wichtige Rolle zu, da sie maßgeblich auf die Navigation des Lerners einwirken. Grund dafür ist die Feststellung, dass der Lernende mit deren Hilfe bestimmte Lernaufgaben bewältigen soll. Wie sich der Lerner durch ein Lernprogramm bewegt, hängt ab von 'Inhalt, Umfang und Strukturierung der Informationen,' (Grunau 2004, S. 101) von der dem Lerntool zugrunde liegenden Lerntheorie und den 'Navigationsmöglichkeiten und -hilfen, die das Lerntool anbietet' (Grunau 2004, S. 101).
Meistens sind Lernprogramme und -aufgaben vorgegeben. Deshalb beeinflusst der Lerner selbst den Prozess. „Dabei lassen sich zwei Arten von Parametern unterscheiden: Lernstil, Navigation im Realraum, Medienkompetenz, Vorwissen und Motivation wirken sich direkt auf die Navigationsstrategie aus. Alter, Geschlecht und Kultur der Lernenden hingegen wirken indirekt auf den Navigationsprozess ein, indem sie einen Einfluss auf die oben genannten Größen ausüben.' (Grunau 2004, S. 101)" [Gruber 2009a, 152]

Lernwegmodelle für E-Learning

Sechs Thesen für Bildungsräume durch E-Learning